Heiter und harsch

Feuilleton | Porträt: Sebastian Fasthuber | aus FALTER 35/11 vom 31.08.2011

Die US-Amerikanerin Annie Clark alias St. Vincent hat es geschafft: Sie erfand den Popsong neu

Eine Warnung vorweg: Wenn Musikjournalisten zu Attributen wie "eigenständig“ oder "unverwechselbar“ greifen, sollten beim Leser die Alarmglocken schrillen. Meist teilen Autoren damit weniger über die beschriebene Musik mit als ihr Unvermögen, sie über floskelhafte Ausdrücke hinaus so in Worte zu fassen, dass man sich etwas darunter vorstellen kann.

Nun verhält es sich aber so, dass die Musik, die die 28-jährige Musikerin Annie Clark unter ihrem Künstlernamen St. Vincent produziert, wirklich eigenständig und unverwechselbar klingt. Ja, man könnte auch noch Wörter wie originell, unkonventionell oder unabhängig hinzufügen, ohne damit etwas Brauchbares über St. Vincent und ihr fantastisches neues Album "Strange Mercy“ auszusagen.

Eine kultivierte Exzentrikerin, so kann man sich St. Vincent vorstellen. Im Gegensatz zur großen Björk, bei der sich das Exzentrische seit geraumer Zeit


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