Buch der Stunde

Die beste aller möglichen Welten

Feuilleton | Sebastian Fasthuber | aus FALTER 35/11 vom 31.08.2011

Einen Trostpreis hat Leif Randt (Jg. 1983) mit einem Ausschnitt aus "Schimmernder Dunst über Coby County“ beim Bachmannpreis zugesprochen bekommen. Nun ist der Roman erschienen. Würden in Klagenfurt ganze Bücher prämiert, der Deutsche hätte doch den Hauptpreis gewinnen müssen.

"Schimmernder Dunst“ ist ein scheinbar naiver Erlebnisbericht aus einem Wohlfühlparadies, in dem sich jeder jung fühlt, die Menschen den ganzen Frühling über ausgelassen feiern und eigentlich niemand arbeiten müsste, da jeder reich ist. Literaturagent Wim Endersson, 26, lebt seit seiner Geburt in Coby County und hat diesen paradiesischen Flecken nie länger als für ein paar Wochen verlassen. Seine Eltern sind geschieden, und es ist in Ordnung für ihn. Die Mutter hat sich mit einem sympathischen (!) Hotelmagnaten zusammengetan, der Vater ist Filmproduzent und kehrt gerade mit junger Freundin nach Coby County zurück.

Nicht alles ist gut. Nach und nach mischen sich bedrohliche Untertöne in Wims Schilderungen.


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