7 Sachen die Sie über Süsswasserquallen eventuell nicht wussten

Stadtleben | aus FALTER 35/11 vom 31.08.2011

Süßwasserquallen? Leben Quallen denn nicht eigentlich im Meer?

Größtenteils ja. Aber es gibt auch Arten wie die Craspedacusta sowerbyi, wie ihr zoologischer Name lautet, die im Süßwasser vorkommen. Wobei Quallen ursprünglich nicht in unseren Breitengraden beheimatet sind.

Wie kommen sie dann in die Donau?

Biologen glauben, dass sie im 19. Jahrhundert aus Brasilien eingeschleppt wurden. Möglicherweise als blinde Passagiere, an Wasserpflanzen klebend. Oder aber, sie wurden von Vögeln eingeflogen. So sicher können das eben auch Herr und Frau Wissenschaftler nicht sagen.

Und warum sind ausgerechnet jetzt Alte und Neue Donau voll mit ihnen?

Weil’s auch Geleetierchen gerne warm haben: Hat das Wasser über längere Zeit eine Temperatur von mehr als 25 Grad, turnt das die Quallen dermaßen an, dass sie knospen oder sich teilen. Sprich: asexuelle Vermehrung. Daher die Invasion in der Donau.

Ist ja ekelhaft.

Gar nicht. Man muss mit Schnorchel und Maske abtauchen, um die Schönheit der Quallen zu sehen: wie sie durchs Wasser schweben, wie durchsichtige Wolken. Zugegeben: An Land haben sie eher was von wabbelndem Pudding.

Dass sie sich so vermehren, liegt sicher daran, dass die Donau eine Dreckbrühe ist.

Im Gegenteil: Quallen bestehen selbst zu etwa 99,3 Prozent aus Wasser, weshalb für sie eine hohe Wasserqualität überlebensnotwendig ist. Nein. Die hiesigen Süßwasserquallen sind nur zwei bis vier Zentimeter groß, deshalb ist das Gift ihrer Nesselzellen für Menschen nicht spürbar.

Wie lange dauert die Qualleninvasion?

Sobald es wieder kühler wird, werden auch die Quallen weniger.


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