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Hier gibt’s gar nichts zu besudeln, Tarhonya sind nur Graupennudeln

Grundkurs Kochen (135)

Stadtleben | aus FALTER 35/11 vom 31.08.2011

Vor lauter Couscous, Basmatireis und Hirsebrei vergessen wir doch tatsächlich das, was uns - zumindest geografisch - doch so nahe liegt: Tarhonya. Die Graupennudel ist eine traditionelle Eierteigware aus der ungarischen Küche, und zumindest was die Zutaten betrifft, ist sie dem nordafrikanischen Couscous nicht ganz unähnlich (dort nimmt man keine Eier und Hartweizengries). Zumindest ihm näher als Reis.

Tarhonya gibt es auch in österreichischen Supermärkten zu kaufen, in der bizarr kleinen Handelsmenge. Gekocht sind die Nudelkügelchen Grundlage zahlreicher Eintopfgerichte, eine prima Nudeleinlage oder aber auch eine interessante Beilage. Spätzle machen kann schließlich jeder.

Die Zubereitung der pannonischen Pasta ist denkbar einfach: Einfach in der zehnfachen Menge Salzwasser kochen, fertig. Wem das dann doch zu simpel ist, kann gerne auch variieren. Die risottoartige Variante geht so: In einem Topf in etwas Öl eine kleingeschnittene Zwiebel anschwitzen, Tarhonya dazugeben, kurz mitrösten und schließlich immer wieder heiße (Gemüse-)Suppe zugießen, bis die Nudeln gar sind. Das dauert nicht so wahnsinnig lange, und man muss ein bisschen aufpassen, dass einem das Gericht nicht zu suppig gerät. Tarhonya muss Biss haben. Zum Schluss noch etwas Butter untermengen, gehackten Petersil und Paprikapulver dazu - et voilà! Die Idee, den Couscous-Salat Tabouleh mit Tarhonya statt mit nordafrikanischen Teigwaren zu machen, ist übrigens nicht so gut. Funktioniert nicht. cw


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