Phettbergs Predigtdienst

Ich denk nicht daran aufzugeben!

Kolumnen | aus FALTER 35/11 vom 31.08.2011

Hast du als Kind nie geweint, dass du sterben wirst und dann ewig tot sein musst? Mir wurde dies erspart, von der r.k.-bäuerlichen Aufzucht! Ich wein noch jetzt, dass ich weiß, kein Gotty um mich zu haben! Lebenslange Un-li-iert-heit und kein Gotty! Nur mein "Ich“ um mich!

In der Tat, "ich“ beginne mein Versterben einzudenken. In "Ö1 bis zwei“ war heute Musik eines lebenden russischen Komponisten (ich hab mir nur seinen Vornamen gemerkt: VALERIAN), der auch viele Bücher in mehreren Sprachen schrieb. Er spielt seine Werke zudem selbst bei den Salzburger Festspielen. Ich kann nur aufgeben, wo ich meinen Namen überhaupt erwähne! H.P. gib auf!! Der Mann komponiert, spielt mehrere Instrumente in aller Welt, dichtet Texte und lebt! Ich geb mich auf!

Wie schon oft behauptet. Wo denkst du hin, ich denk nicht daran, aufzugeben! Ich bin nur ein radegebrochenes Großmaul! Hör nur einmal, was ich heute zu jammern mir vermelde: Am Do, 25.8.11, um circa 0:50 war ich zum zweiten Mal Lulu, aber es zeigte sich kein Lufthauch, also ließ ich beide einander gegenüberliegenden Fenster offen und legte mich wieder nieder, ich hatte mein Bettradio eingeschaltet und das Nachtkastllicht ließ ich brennen. Es muss circa zwei Minuten vor 1:00 gewesen sein, da gab es in Gumpendorf einen festen Stromausfall, sodass ich plötzlich gar nichts mehr sah. Fast blind konnte ich nicht einmal meinen Festnetzapparat bedienen, dass ich die Notrufnummer 120 einzutippen gewusst hätte!

Ich kann mich an keinen so langen Stromausfall erinnern. Bis es circa 3:00 war und es morgens zu dämmern begann. Da sah ich ein bissl was und wagte mich ans Küchenfenster, um es zu schließen. Denn mein Körper schwitzte ordentlich und es begann durchzuziehen, mein Körper war komplett nackt! Und ich konnte die Apparatur des Telefonapparats nun doch bedienen und 120 anrufen. Da gelang es mir, wen zu hören und der sagte: "Worüber möchten Sie mit mir plaudern?“ Ja, ich radebreche so arg, dass alle glauben, ich sei betrunken. Aber es gelang mir, den Stromausfall zu formulieren und in einigen Minuten hatte ich Strom und schlief wieder bis zu meinem Frühstück. Eine arge Nacht, aber sie beweist, ich will LEBEN!

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