Nachrichten aus dem Inneren

Die Redaktion erklärt sich selbst

Falter & Meinung | aus FALTER 36/11 vom 07.09.2011

Den ersten der beiden redaktionsinternen Kriege rief Christopher Wurmdobler aus. Mit klebrigen gelben Zetteln aufmunitioniert schlich er von Raum zu Raum, genauer: von Fenster zu Fenster. Seither muss, wer wachsamen Auges an der Redaktion vorbeispaziert, den Eindruck gewinnen, hier laufe etwas aus dem Ruder.

"Hol mich hier raus“ steht nun mit gezählten 203 Post-its über vier Fensterscheiben hinweg geschrieben. "Ist was Neues vom Franzosen“, sagt Wurmdobler einsilbig und nennt es "den Post-it-War“. Gegen wen oder wofür man den führt, war bis Redaktionsschluss nicht zu eruieren. Der Franzose dürfte jedenfalls einen Schuss, Wurmdobler zu viel Zeit und das Post-it endlich eine Daseinsberechtigung haben, wenn auch eine fragwürdige.

Den zweiten Krieg rief Josef Egger aus, wobei er ihn eher ausfluchte. Die genaue Erklärung muss mit Hinblick auf den Jugendschutz unverlesen bleiben, nur so viel: Sie richtete sich an unsere Konica Minolta bizhub c280 Super G3, intern kurz "die Teufelsmaschine“ genannt.

Wir hatten sie ursprünglich zum Drucken, Kopieren und Faxen angeschafft, aber sie kann leider nur piepsen, das tut sie dafür ohne Unterlass. Und weil sie just neben der Loge von Egger piepst, hat es dem Portier der Herzen auch als Erstem gereicht. Auf dem Höhepunkt der "Schlacht vom Teufelsmaschinenberg“ forderte Egger uns wahllos auf, "es“ gemeinsam aus dem Fenster zu treten. Dort stand aber gerade Wurmdobler und blickte ziemlich verdrießlich drein, weil ihm bei F-A-L-T die Post-its ausgegangen waren. stefan apfl


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