Am Apparat Telefonkolumne

Was ist jetzt mit Ottakrings Parkpickerl, Herr Prokop?

Politik | aus FALTER 36/11 vom 07.09.2011

Der 15. und 16. Bezirk haben ein flächendeckendes Parkpickerl beantragt und werden ab 2012 Parkpickerl-Bezirke sein“, erklärt Vize-Bürgermeisterin und Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou vergangene Woche im Falter - und klang dabei ziemlich bestimmt. Der SPÖ-Bezirksvorsteher von Ottakring, Franz Prokop, will von diesem seinem Antrag allerdings nichts gewusst haben.

Herr Prokop, haben Sie sich mit Vassilakou nicht abgesprochen?

Die Zusammenarbeit funktioniert an sich sehr gut, aber hier kam es zu einem Missverständnis. Ich kann die Aussagen von Maria Vassilakou nicht interpretieren. Aber hilfreich waren sie nicht. Inzwischen haben wir das geklärt - an der Lage im 16. Bezirk ändert sich nichts.

Wie ist jetzt der Stand der Dinge?

Ottakring hat einen Antrag auf Überprüfung der Parkraumbewirtschaftung des Bezirks gestellt. Da gibt es noch einige offene Fragen. Jetzt warten wir mal auf die Ergebnisse, dann werden wir in den Gremien diskutieren und natürlich die Ottakringer einbeziehen. Danach wird man sehen, was das Beste ist. Es gibt keine Eile.

Sind Sie persönlich für das Parkpickerl?

Das lässt sich jetzt noch nicht sagen. Wichtig ist jedenfalls, dass auch die Nachbarbezirke in die Diskussion eingebunden werden. Ottakring ist von Parkpickerl-Bezirken umgeben. Viele Leute weichen auf unsere Gratis-Stellplätze aus und die Parkplatzsituation am Gürtel ist sehr angespannt. Es kann keine Insellösungen geben.

Gibt es denn Alternativen zum Parkpickerl?

Die Situation ist allein innerhalb des 16. Bezirks je nach Grätzel unterschiedlich. Deshalb muss die Verkehrsplanung von Projekt zu Projekt beurteilt werden. Eine Alternative sind Parkgaragen. Die Mehrheit der Ottakringer ist für diese Lösung.

Das wird Frau Vassilakou nicht freuen.

Es gibt immer unterschiedliche Meinungen.

Interview: K. mittelstaedt


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