Weiblich, liberal, Muslima

Politik | Besprechung: Isolde Charim | aus FALTER 36/11 vom 07.09.2011

Die deutsch-islamische Publizistin Hilal Sezgin vereint Eigenschaften in sich, die in vieler Augen gar nicht zusammengehen. Diese Woche spricht sie in Wien

Hilal Sezgin ist eine, die es nach Thilo Sarrazin nicht geben dürfte: Sie ist Philosophin türkischer Herkunft, Muslimin und Publizistin, die die erste Liga des deutschen Feuilletons von Die Zeit über taz bis zur Frankfurter Rundschau bespielt. Vielleicht hat genau das sie dazu prädestiniert, den Anti-Sarrazin herauszugeben: "Manifest der Vielen. Deutschland erfindet sich neu“.

Alles an diesem Sammelband ist Programm, Gegenentwurf zu jenem Buch, das die deutsche Öffentlichkeit in ein Vorher und Nachher trennt. Rassistisches Ressentiment und Hysterie gipfelten bekanntlich in der Provokation: Deutschland schafft sich ab.

Dem wird nun folgende These entgegengestellt: Um sich nicht abzuschaffen, muss Deutschland sich neu erfinden - was natürlich für alle europäischen Gesellschaften gilt, die sich in den letzten 40 Jahren so verändert


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