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Pressekolumne

Medien | Nina Horaczek | aus FALTER 36/11 vom 07.09.2011

Panta rhei, alles fließt, würde der alte Grieche zur 5-Jahre-Geburtstagsbeilage von Österreich letzten Sonntag sagen. Da fließen die Grenzen zwischen Werbung und Nachricht davon. Österreich verspricht zum Jubiläum einen Blick in die Zukunft. Fünf Bankdirektoren prophezeien: "Die Zukunft des Geldes beginnt“, vier Versicherungschefs sehen den "Trend zur Vorsorge“ kommen und der XXXLutz wittert Österreichs Zukunft "im Einrichtungs- und Dekorfieber“.

Am besten hat es Niederösterreichs Landeschef Erwin Pröll erwischt: Er bekommt zum Österreich-Jubiläum zwei Seiten Interview im Hauptblatt, eine Seite "Visionen NÖ“ im Jubelheft und landet auch als "meistgenannter Landeschef“ auf Platz sieben im Österreich-Promi-Ranking. So viel Aufmerksamkeit ist kostbar. Wen überrascht da, dass neben Prölls großer Vision "Wissen für die Zukunft“ klein "Werbung“ steht. Bei den Visionären von Österreich hat die Zukunft des Geldes längst begonnen: So hohe Einnahmen hat null Inhalt selten gebracht. F


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