AMERIKA

Zehn Jahre danach | aus FALTER 36/11 vom 07.09.2011

Amerika, Land der Projektionen für Hoffnung wie für Schrecken. Hat es sich durch 9/11, hat es sich nach 9/11 verändert? Ich bin ein New Yorker. Nicht im emphatischen Sinn von Schröder, Kennedy & Co. Aber ein bisschen. Hauptsächlich bin ich ein Gemisch aus Wiener und Vorarlberger, mit mindestens einem Fünfzigstel Schuss Newyorkertum. Das schrieb ich im Falter vor zehn Jahren (siehe "Wir“, S. 33). Ich erinnerte mich an eine Zeit, als mir die Skyline Manhattans eine Welt eröffnete; eine Skyline übrigens ohne die Türme des World Trade Center. Es war das Jahr 1967/68, als von Amerika eine Welle des Protests gegen den von den USA angezettelten schändlichen Krieg in Vietnam ausging, eine Welle aufbegehrender Jugend, in der sexuelle Revolution, Underground, Rockmusik und Drogen die konventionelle Nachkriegswelt aufmischten.

"There was music in the cafés at night. And revolution in the air.“ Die USA haben Imperialisten hervorgebracht, die Lateinamerika verwüsteten, aber eben auch


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