Courage

Zehn Jahre danach | aus FALTER 36/11 vom 07.09.2011

"Let’s roll for freedom, let’s roll for love, we’re going after Satan, on the wings of a dove“, heißt es in dem Song "Let’s Roll“, den der kanadische Sänger Neil Young im November 2001 veröffentlicht hat. Zur Schau getragenes Pathos, Kitsch würde der Europäer sagen. Für den US-Amerikaner ist Youngs Abgesang auf das kollektive Trauma Realität. Er erzählt von Todd Beamer, einem Angestellten des Oracle-Konzerns aus New Jersey. Beamer war auf dem Weg nach San Francisco. Er nahm den United-Airlines-Flug 93.

Vielleicht hat ihn seine Frau, im fünften Monat schwanger, zum Flughafen begleitet. Vielleicht haben sie sich nicht wie sonst zum Abschied geküsst. Vielleicht haben ihm seine beiden Söhne nachgewunken - Todd Beamer kam jedenfalls nie zurück.

Als er und drei andere Passagiere die vier bewaffneten Geiselnehmer angriffen, hörte die Frau vom Kundenservice, die er zuvor noch in der Leitung hatte, als er eigentlich seine Familie anrufen wollte, seine letzten dokumentierten


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