Dollar

Zehn Jahre danach | aus FALTER 36/11 vom 07.09.2011

"Let Freedom Ring“ steht an der Besucherpforte der New Yorker Börse. Ihr ehemaliger Chef, Richard Grasso, ließ das Schild ein Jahr nach dem Terrorangriff dort anbringen. Mit ihren Anschlägen wollten die Terroristen die USA im wirtschaftlichen Nervenzentrum treffen. Das Börsegebäude an der Wall Street blieb zwar unbeschädigt, jedoch war das komplette Telefonnetz in der Gegend lahmgelegt. Nach dem ersten Einschlag wurde der Börseauftakt verschoben. Nach dem zweiten blieb die Börse fast eine Woche geschlossen, das erste Mal seit 1933.

Für die Börsianer war 9/11 ein "schwarzer Schwan“. So nennt der amerikanische Ökonom Nassim Nicholas Taleb extrem unwahrscheinliche Ereignisse. Schwarze Schwäne tauchen in keiner Gleichung auf, finden keinen Eingang in Prognosen. Wenn sie da sind, ist plötzlich alles anders. Nach Wiedereröffnung verlor die Börse 14 Prozent, insgesamt wurden 1,2 Billionen Dollar an Börsenwert vernichtet. Doch die US-Notenbank reagierte schnell und pumpte innerhalb


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