Neue Weltordnung

Zehn Jahre danach | aus FALTER 36/11 vom 07.09.2011

Noch nie waren sich die Regierungen der USA und Europas so einig gewesen wie am 11. September 2001, und noch nie waren sie so tief gespalten über die weltpolitischen Konsequenzen. Ein Jahrzehnt später sind die globalen Kräfteverhältnisse noch immer im Umbruch, eine stabile neue Weltordnung nicht in Sicht. Bushs Versuch, eine solche globale Ordnung mit dem "Krieg gegen den Terror“ nach seinen Vorstellungen durchzusetzen, hat mehr zur Verschärfung der internationalen Spannungen beigetragen als zu einer umfassenden Befriedung.

Für Bush boten die Terrorangriffe, die ihn bei einer Märchenstunde in einer Schule überraschten, den Anlass, eine neue Weltordnung unter amerikanischer Vorherrschaft anzustreben. Globale militärische Stärke sollte die nationalen Interessen und die Sicherheit der USA vor aktuellen und künftigen Bedrohungen schützen, die Rohstoffversorgung sichern und Risikoregime vorbeugend unschädlich machen, wenn nötig im Alleingang und unter Umgehung des Völkerrechts.


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