OSAMA

Zehn Jahre danach | aus FALTER 36/11 vom 07.09.2011

Osama bin Laden träumte davon, im 21. Jahrhundert ein islamisches Kalifat zu errichten, wie es im achten Jahrhundert bestanden hatte. Hunderttausende mussten diesen Traum mit dem Leben bezahlen, Soldaten und Zivilisten aus aller Herren Länder. Osama bin Laden richtete ein globales Blutbad an. Auch nach seinem Tod, der ihn am 2. Mai 2011 in Pakistan ereilte, geht der Kampf weiter, den er begonnen hatte.

Freilich, auch andere trugen ihren Teil zu dieser Katastrophe bei. Allen voran der amerikanische Präsident George W. Bush, der auf die Attentate vom 11. September 2001 mit militärischer Härte reagierte und keine Kosten scheute. Bush entfernte die Taliban in Kabul von der Macht und marschierte ohne jede Not im Irak ein. Die USA gingen damit in die Falle, die ihnen Osama gestellt hatte.

Er hatte schon in den 80er-Jahren in Afghanistan gegen die sowjetischen Besatzer gekämpft und die afghanischen Mujaheddin mit mehreren Millionen Dollar aus seinem beträchtlichen privaten Vermögen unterstützt.


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