Staub

Zehn Jahre danach | aus FALTER 36/11 vom 07.09.2011

Auch diese Bilder sind kanonisch: Sekunden, nachdem der Südturm des World Trade Center kollabiert ist, breitet sich im New Yorker Finanzbezirk rasant eine dichte Wolke aus hellgrauem Staub aus. Menschen versuchen, in Geschäfte zu flüchten, aus der Entfernung ist zunächst gar nicht zu erkennen, dass es keinen Südturm mehr gibt. Kurze Zeit und einen weiteren Turm später ist der Süden Manhattans von Staub bedeckt. Dieser dringt in Häuser ein und lässt teils surreale Wohnräume zurück.

Das betroffene Areal, so schrieb 2010 der führende Staubexperte Paul J. Lioy, sei dabei nie endgültig definiert worden. Erst vergangene Woche wurde jene Zone, für die es Kompensationen für 9/11-Staubgeschädigte gibt, um einige Straßenzüge nach Norden erweitert. Ein Teil Brooklyns, der laut Lioy ebenso betroffen war, blieb weiterhin ausgespart.

Es handelt sich mittlerweile um ein großes Politikum und eine beträchtliche Kompensationssumme: Ein vor wenigen Monaten beschlossenes Gesetz sieht stolze


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