Trauma

Zehn Jahre danach | aus FALTER 36/11 vom 07.09.2011

Zwei Tage nach 9/11 prophezeite der deutsche Traumatherapeut Georg Pieper: "Wir werden künftig analog zum Vietnam-Syndrom vom World-Trade-Center-Syndrom sprechen müssen.“

Zehntausende hatten erlebt, wie verzweifelte Menschen aus den Türmen sprangen. Sie waren um ihr Leben gerannt, hörten panische Schreie. "Das Selbstwertgefühl und alles, was mit dem American Way of Life verbunden war, ist innerhalb von Minuten zusammengebrochen“, sagte Pieper in einem Spiegel-Interview. Selbst in Österreich breitete sich via Fernsehen Terrorangst aus. Was würde als Nächstes angegriffen, die Uno-City? Der Stephansdom?

Auf Todesgefahr reagieren Menschen nach einem biologischen Schema, Hormone schalten den Körper auf Flucht. Danach verfallen manche von ihnen in einen schockähnlichen Zustand, der gefährliche Auswirkungen haben kann, etwa Herzstillstand oder Lungenversagen. Vor Ort richteten Psychologen Traumazentren ein, um diese Schockreaktionen abzufangen. Später setzen posttraumatische Belastungsstörungen


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