Yamasaki

Zehn Jahre danach | aus FALTER 36/11 vom 07.09.2011

Minoru Yamasaki (1912-1986) war ein erfolgreicher Architekt und großer Pechvogel. Den Einsturz des von ihm geplanten World Trade Center erlebte er nicht mehr, dafür aber die Proteste, die es Anfang der 1960er-Jahre bereits vor Fertigstellung dieses Megaprojekts gab. Ein historisches Geschäftsviertel musste planiert werden, um Platz für die Mammutbauten zu schaffen. Der Bauherr war die Port Authority, die staatliche Hafenbehörde, die die Weltkonzerne auf einer Bürofläche von einer Million Quadratmetern ansiedeln wollte.

Yamasaki hatte nicht mehr als 90 Stockwerke geplant, die Marketingsstrategen des Bauherrn wollten aber einen Bau der Superlative mit 415 Meter Höhe. Als 1966 der Grundstein für das WTC gelegt wurde, war der Glaube an die technische Machbarkeit, das Höher, Schneller und Weiter der Moderne nur mehr in den Planspielen der Investoren ungebrochen. Zu groß, zu kalt, zu unmenschlich wirkten die Träume aus Glas und Beton.

Wie ein selbsttherapeutischer Akt wirkte Yamasakis


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