Zweifel

Zehn Jahre danach | aus FALTER 36/11 vom 07.09.2011

"In der Politik geschieht nichts zufällig. Wenn etwas geschieht, kann man sicher sein, dass es auf diese Weise geplant war.“ Ausgerechnet US-Präsident Franklin D. Roosevelt, von dem diese Worte überliefert sind, wird von Verschwörungstheoretikern besonders gerne als Kronzeuge für ihr Weltbild angeführt.

Neben der Mondlandung und der Ermordung von John F. Kennedy gibt es wohl kein anderes Ereignis der Zeitgeschichte, das Anlass für so viele Verschwörungstheorien bietet wie die Anschläge von 9/11.

Der Klassiker, der sich in Büchern und im Internet in tausendfacher Abweichung finden lässt, lautet so: Die USA waren zu Beginn des neuen Jahrtausends auf dem besten Wege, ihre Rolle als Supermacht zu verlieren, während der schwächelnde Präsident George W. Bush wegen seines begnadetes Instinkts für Fettnäpfchen dabei war, seine letzte Chance auf eine zweite Amtszeit als Commander in Chief zu verspielen (siehe "Bush“, S. 21).

Sinistre Hintermänner der Bush-Administration hätten

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