"Der Junk ist meins“

Feuilleton | Interview: Matthias Dusini Wolfgang Kralicek | aus FALTER 36/11 vom 07.09.2011

Der Cartoonist Rudi Klein spricht über die Frechheit des Alterns, eine Jugend in Floridsdorf und die Dummheit der Optimisten

Zum 60. Geburtstag widmet das Wien Museum dem Wiener Zeichner Rudi Klein eine Werkschau. Aus gegebenem Anlass besuchten zwei Falter-Redakteure den ehemaligen Falter-Mitarbeiter in seinem Atelier, einem ehemaligen Hemdengeschäft am Anfang der Favoritenstraße.

Falter: Sie wurden heuer 60. Hat es weh getan?

Rudi Klein: Ja, ich hatte zwei Nierensteine. Statt wie geplant nach Rom zu fliegen, lag ich im 17. Stock des AKH. Die Aussicht ist übrigens okay dort.

Warum gerade Rom?

Klein: Eigentlich wollte ich nach Damaskus. Aber ich kann doch nicht in eine Stadt fahren, wo die Leute um ihr Leben kämpfen.

Für Ihre Arbeit müssten Sie gar nicht in Wien sitzen. Haben Sie schon einmal überlegt, ins Ausland zu gehen?

Klein: Technisch wäre es heutzutage möglich, aber ich verreise nicht gern allein. Ich bin leider ein großer Teiler. Das ist ein großer Nachteil im Leben, wenn man


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