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Feuilleton | aus FALTER 36/11 vom 07.09.2011

Rosel Zech (1942-2011)

Sie konnte aussehen wie ein Vamp, war aber keiner. Sie galt als Fassbinder-Schauspielerin, spielte aber nur in zwei seiner Filme, vor allem die Titelrolle in "Die Sehnsucht der Veronika Voss“ (1982). Sie war eine der interessantesten deutschen Schauspielerinnen, war zuletzt aber vor allem als Mutter Oberin in der ARD-Serie "Um Himmels Willen“ engagiert. Der künstlerische Höhepunkt von Rosel Zechs Karriere waren die 70er-Jahre, als sie zum Ensemble von Regisseur Peter Zadek gehörte; für ihre Darstellung von Ibsens "Hedda Gabler“ in Zadeks Bochumer Inszenierung wurde sie in der Kritikerumfrage von Theater heute 1977 zur "Schauspielerin des Jahres“ gewählt. In Wien war Rosel Zech in drei Josefstadt-Inszenierungen (zuletzt 1999 im "Kirschgarten“), bei den Wiener Festwochen (in "Die Zofen“, 1995) und 2002 in Zadeks Inszenierung "Die Nacht des Leguan“ im Akademietheater zu erleben. Zech erlag am 31. August in ihrer Heimatstadt Berlin einem erst kürzlich


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