Immer diese Radfahrer

Stadtleben | Mitarbeit: C. Wurmdobler | aus FALTER 36/11 vom 07.09.2011

Kampf um Raum, Führerschein und Etikette - alles schon da gewesen. Radeln in Wien ist seit seinen Anfängen ein Politikum. Und was machen wir daraus? Das Beste!

bericht: petra sturm

Die Facebook-Gemeinde machte sich vergangene Woche auf die Suche nach jenem aggressiven Zeitgenossen, der auf dem neuen Radweg am Ring einem Radler seinen Hund auf die Wadeln gehetzt hatte. Das verwackelte Foto zeigt einen unauffälligen, grau melierten Herrn.

Der ganz normale Wahnsinn, dem sich Fahrradfahrer in Wien täglich aussetzen, sieht anders aus: plötzlich aufgerissene Autotüren, Rechtsabbieger, die einen schneiden, Autofahrer, die zu knapp überholen. Oder viel zu wenig Platz auf viel zu engen Radwegen, kaum Abstellmöglichkeiten, viel zu kleine Wartebereiche vor Ampeln vor allem während der Rush-Hour.

Wiens Radler werden mehr. Das ist vernünftig und von der Politik gewollt. Seit Jahren will die Stadt den Radverkehrsanteil von sechs Prozent verdoppeln. Nur wird’s mit steigendem Radverkehr eng. Die

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