Jäger des ultimativen Schuhs


Beichtprotokoll: Birgit Wittstock
Stadtleben | aus FALTER 36/11 vom 07.09.2011

Hadi Reda ist seit seiner Jugend Sneakerhead und der Einzige seiner Art in Wien

Ich bin da irgendwie reingerutscht“, sagt Hadi Reda. "Begonnen hat es etwa mit zwölf, 13, eben in dem Alter, wo man cool sein will.“ Mit 18, 19, als er sein erstes eigenes Geld verdiente, war er dann endgültig voll drauf. Als Nachrichtentechniker verdient er nicht schlecht, trotzdem blieb am Ende des Monats nie etwas übrig. Während seine Freunde Autos und Häuser kauften, lebte Reda in einer 30 Quadratmeter großen Garçonnière, bis zum Plafond vollgeräumt mit Kartons. Schuhkartons.

Ein Haus aus Turnschuhen

Heute ist Hadi Reda 28. Seit vor drei Monaten seine Tochter zur Welt kam, hat sich sein Leben total verändert: Er sitzt in einem Reihenhaus am äußersten Rande der Donaustadt. Da, wo Kaninchen über die Felder hoppeln und Rehe äsen. Schuhkartons stehen nur noch auf den Kästen im Schlafzimmer, wo sie sich bis zur Zimmerdecke stapeln. Mit ihrem Inhalt hat Reda das Haus gekauft.

Hadi Reda ist ein Sneakerhead.

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