Wien, wo es isst Kulinarischer Grätzel-Rundgang

Auf der Schmelz: Habt Acht, Zickezacke, Zugabe


Lokalaugenschein: Florian Holzer
Stadtleben | aus FALTER 36/11 vom 07.09.2011

Die Schmelz war zuerst eine Gstätten, ab Ende des 19. Jahrhunderts Exerzierplatz und Manövergrund der Radetzky-Kaserne, dann nächtlicher Wirkungsbereich der "Platten“, gewalttätiger Banden. Friedlich wurde es hier erst nach dem 1. Weltkrieg: Kleingartensiedlung "Zukunft auf der Schmelz“ und die Wohnhausanlage Schmelz, Wiens erster Gemeindebau mit visionären Selbstversorger-Hofgärten; später dann Sport-Uni und Gymnasium.

Mutter aller Schutzhäuser

Heute wirkt die Schmelz eigenartig unstrukturiert, die angrenzenden Bereiche in Ottakring sind trostlos, zur Hütteldorfer Straße tut sich wenig. Immerhin: Das Schutzhaus Zukunft hat an Strahlkraft nichts eingebüßt, bietet nach wie vor einen der lässigsten Biergärten der Stadt, wenn nicht sogar überhaupt den lässigsten: zentrumsnah, alte Kastanien, Schotter statt Kies, schöne Massivholztische, Schutzhaus-typische Speisekarte, rasant schnelle Versorgung (zumindest, wenn Frau Nicole Dienst hat) und Würstel mit Saft, über die man

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