Das systematisierte Schnitzel

Stadtleben | Lokalkritik: Florian Holzer | aus FALTER 36/11 vom 07.09.2011

Mario Plachutta hat wieder ein neues Lokal. Und diesmal geht’s ums Schnitzel

Etwas Hohn und Häme war da schon zu merken unter den Mitbewerbern und Kommentatoren, als Mario Plachutta sein "Gasthaus bei der Oper“ 2008 zuerst einmal für März 2009 ankündigte, dann für September 2009, Frühling 2010, Herbst 2010 ... Jetzt hat es offen. Und um gleich einmal eine willfährige Prognose abzugeben: Es wird schon nächste Woche so sein, als ob es dieses Gasthaus bereits seit 15 Jahren gegeben hätte - nicht weil es dann so öd ist, sondern weil es ein Konzept lebt, das in seiner Logik ebenso einleuchtend wirkt wie in seiner Erfolgsaussicht.

Konkret geht es darum, das Wiener Schnitzel auf ein Podest zu heben. "Es kann doch nicht sein“, sagt Mario Plachutta, "dass Hunderttausende Touristen Wien verlassen und dabei den Geschmack von einem Schweinsschnitzel auf der Zunge haben.“ Dass das eine Kampfansage an den Figlmüller ist, der seine Schweineschnitzel als "Vienna’s most famous Schnitzel“


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige