Karriere

Berufsaussichten mit FH-Studium

Fachhochschulen | aus FALTER 36/11 vom 07.09.2011

Ingrid E. begann ihr Studium an der Universität Wien. Sie fand alles zunächst spannend, doch dann gewann irgendwann der Bummeltrieb bei ihr die Überhand: "Gleich im ersten Semester habe ich es nicht geschafft, eine Prüfung abzulegen. Ich habe ständig Termine verschoben und mir Ausreden gesucht, damit ich nicht antreten muss.“

Schließlich wechselte sie von der Universität an eine Fachhochschule mit Anwesenheitspflicht und genauen Prüfungsterminen. Hier schloss sie ihr Studium mit Erfolg ab. "Ohne Leistungsdruck und genaue Vorgaben geht bei mir nichts.“

Die Akzeptanz von FH-Absolventen ist am Arbeitsmarkt sehr gut, besonders im technischen Bereich. Hier fehlen Fachkräfte und Techniker. Laut aktuellen Erhebungen werden bei Neueinstellungen sogar tendenziell mehr FH- als Uni-Absolventen berücksichtigt.

"Curricula der FH decken vermehrt die konkreten Anforderungen der Wirtschaft“, erklärt Personalberater Konrad Fankhauser von "Die Berater“.

FH oder Uni? "Der erste Schritt ist, zu erkennen, wo die eigenen Fähigkeiten und Interessen liegen. Man sollte sich sehr genau über Angebote informieren, über die der FH wie der Unis. Grundsätzlich gilt: Was ich gerne mache, werde ich gut machen und damit auch gute Berufsaussichten haben“, sagt Gundi Wentner von Deloitte Human Capital.

Und die Karriere? "Allgemein sind die Karrieremöglichkeiten von Uni-Absolventen besser - auch weil international anerkannt. FH-Absolventen haben ja eine spezifische Ausbildung“, sagt Fankhauser.

Sein Rat an Unschlüssige: "Bei Interesse an praxisorientierter Ausbildung mit klarer Vorstellung vom gewünschten Tätigkeitsprofil würde ich die FH empfehlen. Wer gerne über den Tellerrand schaut und Sinn hat für kreatives Abwägen von Thesen und Theorien, ist wohl eher an der Uni gut aufgehoben.“


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