Film Neu im Kino

"Bruchstücke“ einer Reise von 88.111 Kilometern

Lexikon | aus FALTER 36/11 vom 07.09.2011

Bruchs radikal subjektives Roadmovie

Mittlerweile bin ich vom Handbikefahrer auf der Straße zum Standradfahrer im Zimmer geworden“, erklärt der 1992 an Multipler Sklerose erkrankte Martin Bruch. Doch das hindert ihn nicht, in "Bruchstücke“ trotz fortschreitender Krankheit erneut auf Reisen zu gehen - als dokumentierender und großartig protokollierender Beifahrer. Und so führen ihn seine Fahrten diesmal durch Tirol, Kreta, Italien, Moskau, Phnom Penh und Guinea. Was diese Orte miteinander verbindet, ist einzig der radikal subjektive Blick auf sie. War das "Handbikemovie“ (2003) noch konzipiert als Bericht über eine "unmögliche Freiheit“, so sind die "Bruchstücke“ für den nach wie vor Ruhelosen eine "virtuelle Weltumrundung“, an deren Ende er 88.111 Kilometer gefahren ist. "Ich möchte kein Eisbär sein“, meint er und beendet seine Reise in der Arktis. MICHAEL PEKLER

Ab Fr im Votiv


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige