Politiker, legt diesen Märkten Fesseln an!

Kommentar: Markus Marterbauer | Falter & Meinung | aus FALTER 37/11 vom 14.09.2011

Die Finanzkrise, derzeit als Staatsschuldenkrise sichtbar, hat die Politik voll im Griff - nicht umgekehrt

Auf den Finanzmärkten herrscht wieder einmal höchste Nervosität: Die Aktienkurse sind auf Talfahrt, Gerüchte um Staatspleiten machen die Runde und die Banken parken ihr Geld lieber bei der Zentralbank, als es für langfristige Investitionen zur Verfügung zu stellen. Für die wirtschaftliche Entwicklung ist die notorische Unsicherheit, die die Finanzmärkte prägt, Gift. Sie erschüttert das Vertrauen von Konsumenten und Unternehmen und verleitet die Politik, nicht rational zu handeln, sondern sich den unberechenbaren Stimmungen, damit aber auch der Ideologie der Finanzakteure auszuliefern.

Das zeigt sich in Griechenland. Trotz der drastischen Kürzung von Staatsausgaben und kräftigen Erhöhung von Steuern sinkt das Budgetdefizit kaum. Die Europäische Kommission und die Europäische Zentralbank zeigen sich überrascht und fordern ultimativ weitere Kürzungen von Personal- und Sozialausgaben

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