Kolumne

Der lange Schatten der Post-9/11-Hysterie auf der arabischen Welt

Außenpolitik

Falter & Meinung | Raimund Löw | aus FALTER 37/11 vom 14.09.2011

Peter Bouckaert ist führender Aktivist der amerikanischen Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch. Bei der Suche nach versteckten Gefängnissen des Gaddafi-Regimes fand er im verlassenen Büro des in den Westen übergelaufenen libyschen Ex-Geheimdienstchefs Moussa Koussa kistenweise Dokumente, die bei CIA und MI6 Panik auslösten.

Denn die Unterlagen belegen, wie die Geheimdienste der USA und Großbritanniens das Regime des libyschen Diktators jahrelang beim Kampf gegen islamistische Oppositionelle unterstützt haben. Mindestens acht islamistische Regimegegner sind laut dieser Unterlangen vom CIA entführt und den libyschen Behörden zur weiteren Behandlung übergeben worden. Human Rights Watch sieht darin eine Mithilfe zur Folter. Der CIA hätte den Libyern sogar die Fragen vorgegeben, die sie stellen sollten. Westliche Sicherheitsexperten sollen bei Verhören dabei gewesen sein.

"Rendition“, also die Übergabe von Terrorverdächtigen an Polizeiorgane befreundeter Staaten, die es


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