Im Namen der Lilie, danke für das Hierbleibendürfen

Politik | Bericht: Katharina Mittelstaedt | aus FALTER 37/11 vom 14.09.2011

Mahmoud, der seit über acht Jahren illegal in Österreich lebt, soll ausgewiesen werden. In seinem Grätzel regt sich Widerstand

Mahmoud E. will seinen richtigen Namen nicht nennen. Vor Jahren, als er einmal in eine Polizeikontrolle geriet, dachte er sich diesen Vornamen aus - und eine falsche Lebensgeschichte. Er stamme aus dem Gazastreifen, gab er damals an. Eine Notlüge, die dem gebürtigen Ägypter nun zum Verhängnis geworden ist. Denn Mahmoud steht kurz vor der Ausweisung aus Österreich. Ägypten gilt inzwischen wieder als sicheres Drittland, dass er falsche Angaben über seine Biografie machte, lieferte der Fremdenpolizei einen weiteren Grund, ihn schnell wieder aus Österreich rauszubekommen.

Mahmouds Geschichte ist dennoch eine besondere. Er lebt seit acht Jahren illegal in Österreich, er ist bestens integriert - und inzwischen kämpft auch sein Grätzel dafür, dass er dableiben kann. 2010 tauchten nach Angaben des Innenministeriums rund 3000 Personen während des Asylverfahrens


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