Die siechende Krokuwaz

Bericht: Wolfgang Zwander | Medien | aus FALTER 37/11 vom 14.09.2011

Ein Eigentümerwechsel bei der deutschen WAZ könnte das Ende für die Mediaprint und den Kurier bedeuten und der Krone neue Besitzer bringen

Journalismus sei "eine Mischung von Hoch und Nieder, von Kompromissen, Überlegenheit und Feigheit, von Verrat und Vergnügen, von Knechtschaft und Größe“. Mit diesem Satz hat Christoph Kotanko im Juni dieses Jahres in einem Rundmail seinen Abschied aus der Kurier-Redaktion bekanntgegeben, nachdem er bereits ein Jahr zuvor als Chefredakteur des Blattes abgesetzt worden war.

Sein Abschiedswort, das vom französischen Schriftsteller Honoré de Balzac stammt, ist nicht nur die Gemütsregung eines geschassten Ex-Chefredakteurs (in dem Mail ist in puncto Betriebsklima auch von "beschämender Feigheit und Falschheit“ die Rede), sondern seine Worte beschreiben auch die aktuelle Situation bei seinem alten Arbeitgeber Mediaprint, Österreichs zweitgrößtem Zeitungs- und Zeitschriftenverlag, zu dem auch der Kurier gehört.

Die Mediaprint ist formal ein

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