Technik

Schreiben statt Tapsen: Samsungs Monsterhandy

Dinge, die uns brauchen

Prüfbericht: Thomas Vasek | Medien | aus FALTER 37/11 vom 14.09.2011

Nach Hegel passiert in der Geschichte sozusagen alles zweimal. Das eine Mal als Tragödie, das andere Mal als Farce, so fügte Marx später hinzu. Wie die Sache für Samsungs Galaxy Note ausgeht, wird sich noch weisen. Jedenfalls präsentierte der koreanische Hersteller auf der Internationalen Funkausstellung eine Art Kreuzung aus Tablet und Smartphone, das angeblich "das nächste Kapitel der Mobilkommunikation“ schreiben soll.

Nun ja, zunächst einmal erinnert das Konzept an Apples PDA-Vorläufer Newton, einen der großen Flops der 90er-Jahre.

Die Kernidee des Newton bestand in der handschriftlichen Eingabe per Stift. Das Galaxy Note hat einen 5,4-Zoll-AMOLED-Touchscreen, das ist schon einmal was anderes als das Schwarz-Weiß-Display des ersten Newton. Gedacht ist es wohl vor allem für Businessmenschen und andere (z.B. Journalisten?), die ständig irgendwelche klugen Ideen aufschreiben müssen. Mit dem Stift kann man Notizen und Zeichnungen machen, aber auch Videos oder Fotos bearbeiten. Mit einer Memofunktion lassen sich verschiedene Arten von Inhalten speichern, von Sprachaufnahmen bis zu handgeschriebenen Notizen. Im Oktober soll das Gerät für ca. 800 Euro auf den Markt kommen.

Eines sollte Samsung mit dem "Note“ jedenfalls nicht passieren: dass Apple das Gerät aus dem Verkehr ziehen lässt, wie das Samsung-Tablet, weil das Konzept dem Newton ähnelt. Das wäre dann wirklich eine Farce.

Thomas Vasek ist Journalist und Buchautor in München


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