Glamour Girl

Feuilleton | Porträt: Gerhard Stöger | aus FALTER 37/11 vom 14.09.2011

Crazy Bitch In A Cave verabreicht der Wiener Popszene eine Extraportion Glanz und Glitzer

Patrick Weber wirkt überraschend unscheinbar. Während sich sein Alter Ego Crazy Bitch In A Cave auf der Bühne durch extravagante Kleidung, grelles Make-up und unglaublich langes, wallendes und ekstatisch geschütteltes Haar auszeichnet, fällt der Wiener Musiker als Privatperson zwischen all den Normalos kaum auf, die im Café Ritter auf der Mariahilfer Straße sitzen.

Webers Outfit ist durchschnittlich leger, Schminke trägt er keine, und die Haare verschwinden, streng zum Zopf geflochten, hinten im Kragen. Er wirkt ein wenig schüchtern und spricht so leise und zurückhaltend, dass ihn das Damenkränzchen am Nebentisch stets zu übertönen droht. Aber diese scheinbare Widersprüchlichkeit zwischen schrill und unscheinbar passt zum künstlerischen Konzept des jungen Mannes, der sich auf der Bühne in ein androgynes Wesen verwandelt.

Seit rund vier Jahren ist Crazy Bitch In A Cave als Liveact zwischen

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