"Ich wollte, ich wäre wieder in Tirol“

Feuilleton | Lokalaugenschein: Florian Labitsch | aus FALTER 37/11 vom 14.09.2011

Vor 50 Jahren starb Hermann Broch. Von 1936 bis 1938 lebte der Wiener Schriftsteller in Altaussee. Dann kamen die Nazis

Vom Feuerwehrhaus in Altaussee führt eine schmale, steile Straße hinauf, eines der letzten Häuser "am Reith“ ist Nummer 31. Hier lebte der Wiener Schriftsteller Hermann Broch mit Unterbrechungen von Herbst 1936 bis März 1938. Das mit dem Autor befreundete Ehepaar Geiringer hatte das Haus damals gemietet und ließ Broch darin wohnen. Hier konnte der in Finanznot steckende Literat relativ günstig leben und Wien leichter erreichen als von Tirol aus, wo er sich zuvor aufgehalten hatte.

Jetzt steht vor dem Altausseer Haus mit Holzverschalung und der für die Gegend typischen Veranda ein Trampolin im Garten, an der Mauer lehnt ein Spielzeugtraktor. "Vor einigen Jahren haben die englischen Besitzer das Haus abgerissen und neu gebaut“, erklärt Monika Gaiswinkler, die sich mit lokaler Zeitgeschichte beschäftigt. Der Stil sei jedoch dem "Broch-Haus“ aus den 30er-Jahren


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