"Bildungskarenz für alle!“

Stadtleben | Begegnung: Bernhard Kern | aus FALTER 37/11 vom 14.09.2011

Kurto Wendt war das Gesicht der Donnerstagsdemos. Heute schreibt er Romane

Beim Treffen auf der Jesuitenwiese macht Kurto Wendt einen sehr zufriedenen Eindruck. Gerade hat er beim Volksstimmefest aus seinem Debütroman "Sie sprechen mit Jean Amery, was kann ich für Sie tun?“ gelesen. Freudestrahlend berichtet er über den großen Zuspruch beim alljährlichen Open Air der Kommunisten.

1983 war es, da verließ Wendt seine Heimat, das Mühlviertel, zum Studieren Richtung Wien. Wenig später saß er schon in der Hainburger Au, um diese mitzubesetzen. 13 lange Jahre studierte er Germanistik und Philosophie; doch anstatt das Studium abzuschließen, gründete er mit Freunden das Café Dogma, den "dogmatischen Treffpunkt links von der SPÖ“. Als gescheiterter Wirt heuerte er schließlich bei einer Medienbeobachtungsfirma als Lektor an und ist, seit diese an die APA verkauft wurde, dort Betriebsrat.

Jetzt, mit 46, hat Kurto Wendt eine Bildungskarenz dazu genutzt, um sein erstes Buch zu schreiben.


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