Wien, wo es isst

Penzing: wo Wunderbares ein bissl in Vergessenheit gerät

Kulinarischer Grätzel-Rundgang

Stadtleben | Lokalaugenschein: Florian Holzer | aus FALTER 37/11 vom 14.09.2011

Penzinger Straße und Nisselgasse lassen noch ziemlich deutlich dörflichen Charakter erkennen, gewürzt mit ein bisschen Barock-Palais, Biedermeier-Häuschen und Jugendstil. Franz Nagl, zum Beispiel, ist Wiens letzter Messerschmied. Seit acht Jahren führt er das Geschäft, das es hier aber schon 140 Jahre länger gibt. Er verkauft hochwertige Küchen- und andere Messer aus Solingen, schleift mit großen Steinen, bietet Kurse zum Selbermachen von Messern an und schmiedet sie auch.

Damaszenermesser im Eigenbau

In Kindberg hat er eine Esse, dort mischt und faltet und erhitzt und hämmert er die diversen Böhler-Stahle, 310 Euro zahlt man für ein verdammt gutes Messer mit etwa 200 Schichten, er hat aber auch schon einmal ein 1400-Schichten-Damaszenermesser um 2000 Euro gemacht. Toller Laden.

Gegenüber ein neues Teegeschäft, an die 150 Tees in den Farben Schwarz und Grün; Rotbusch, Frucht und Kräuter gibt es auch. Die Häferln dazu findet man in Giannis Galerie Glückwunsch, Johannes "Gianni“


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