Doleschals stiller Abschied

Gericht, Bericht & Fotos: Irena Rosc | Stadtleben | aus FALTER 37/11 vom 14.09.2011

Von wegen Müllers Lust: Noch wird in einer Mühle im Pulkautal Mehl gemahlen

Im Kreisverkehr vor Pulkau zeigt eine blank polierte Edelstahlskulptur in alle Himmelsrichtungen. Unweit von hier liegt Südmähren. Von dort, aus Taßwitz bei Znaim, stammt Klemens Maria Hofbauer. Dieser wird in der katholischen Kirche als Heiliger verehrt und ist der Stadtpatron von Wien. Bevor Hofbauer Theologie studierte und Heiliger wurde, lernte er den Beruf des Bäckers. In seiner ursprünglichen Heimat wird er deshalb gerne mit Brotlaib dargestellt.

Aus Südmähren kommen auch die Müller Doleschal. Genau beim Kreisverkehr steht sie, ihre Mühle. Seit 1948, nach der Vertreibung, haben Vater und Sohn hier in Pulkau ihre Mühle und damit ihre neue Existenz aufgebaut. Das Gebäude signalisiert Sauberkeit und Ordnung. Auch die Straße davor scheint frisch gekehrt. Kein Blättchen, kein Strohhalm, nur einige verlorene Getreidekörner finden sich auf dem Asphalt vor der Verladefläche.

In der Auslage des kleinen

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