Beisl

Salat surprise

Der steirische Gourmet

Restauranttest: Wolfgang Kühnelt | Steiermark | aus FALTER 37/11 vom 14.09.2011

Das Bio-Selbstbedienungsrestaurant Mangolds präsentiert sich optisch erneuert. An der Fassade wurde ein Holzrahmen angebracht, die Witterung wird wohl bald für einen Vintage-Look sorgen. Die Möblierung wurde ausgetauscht, und gleich nach der Salatbar wartet nun ein Koch, der aus seinen Pfannen vegetarische Kost holt, zum Beispiel Tofu-Teriyaki oder Steinpilze. Was geblieben ist: die fehlende Preistransparenz bei Salaten und Gerichten vom warmen Buffet, es wird nach Gewicht bezahlt, und die mangelnde Bereitschaft, das Essen zu würzen. Ersteres und die streikende Kassa sind dafür verantwortlich, dass dieser Test ohne Preisangaben auskommen muss. Zweiteres führt dazu, dass wir Quinoa hier sicher nicht mehr bestellen. Recht fad ist auch die lauwarme Dinkelpasta mit bitterem Mangold. Die Salatauswahl ist hingegen wie gehabt rekordverdächtig. Da nach Gewicht abgerechnet wird, weiß man allerdings nie, was da auf einen zukommt. Und die Nachspeisen? Die Carobcreme schmeckt nach Schoko-Sojapudding aus dem Packerl. Bei den Kuchen wäre gerade bei Mangolds eine glutenfreie Alternative wünschenswert.

Resümee

Neues Design, kaum veränderte Karte. Wer schon bisher gern hier war, wird die verbesserte Lärmdämmung zu schätzen wissen und die Abendkarte ab 19 Uhr. Die anderen werden sich immer noch an eine Mensa erinnert fühlen.

Restaurant Mangolds, Griesgasse 11, 8020 Graz, Tel. 0316/71 80 02, Mo-Fr 11-21, Sa 11-16 Uhr, mangolds.at


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