Künstler Ai Weiwei ist noch immer nicht bereit seinen Mund zu halten

Tiz Schaffer | Lexikon | aus FALTER 37/11 vom 14.09.2011

Es gibt wenige Künstler, die in den vergangenen Monaten so viel von sich reden gemacht haben, wie Ai Weiwei. Der chinesische Konzeptkünstler und Regimekritiker wurde erst vor wenigen Monaten aus der Haft entlassen. Er macht der chinesischen Regierung regelmäßig das Leben schwer und umgekehrt. Trotz der Repressalien ist Ai Weiwei nicht bereit zu schweigen. In einem Artikel in der Süddeutschen Zeitung wurde vor einigen Wochen festgehalten: "Er twittert, protestiert, spricht mit ausländischen Journalisten“, und das, obwohl es ihm von der chinesischen Regierung untersagt wurde. Vor wenigen Monaten hat das Fotomuseum Winterthur in der Schweiz eine Ausstellung mit Foto- und Videoarbeiten des 54-jährigen eröffnet. Diese Ausstellung kommt nun auf Besuch in das Grazer Kunsthaus, sie stellt den "Kommunikator und unermüdlichen Erinnerer“ in den Vordergrund, einen "dokumentierenden, analysierenden, verflechtenden und über viele Kanäle kommunizierenden Künstler“. Und so zeigt "Ai Weiwei - Interlacing“ Werke aus seiner Zeit in New York von 1983 bis 1993, Weiwei hat aber auch den radikalen städtebaulichen Wandel in China dokumentiert, oder den gesellschaftlichen Alltag in Peking wie die Zerstörung seines Studio in Shanghai festgehalten. Auch sein Projekt "Fairytale“ wird vorgestellt, über die Bühne gegangen ist es im Jahr 2007 bei der documenta 12. Dafür lud Weiwei 1001 chinesische Landsleute nach Kassel, jeweils Gruppen von zweihundert Menschen waren in einer ehemaligen Kasseler Fabrikshalle untergebracht. Auch zahlreiche Blog- und Handyfotografien von ihm werden zu sehen sein. F

Kunsthaus Graz, Sa 11.00 (Eröffnung), bis 15.1.


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