"Auf einer Reise befinden wir uns alle“

Lexikon | aus FALTER 38/11 vom 21.09.2011

Jacqueline Kornmüller und Peter Wolf über ihr Migrantenprojekt "Die Reise“ am Volkstheater

Am Freitag hat im Volkstheater der ungewöhnliche Theaterabend "Die Reise“ Premiere: Auf der Bühne stehen 30 Migrantinnen und Migranten aus Wien und erzählen ihre Geschichten. Verantwortlich für das Projekt ist die deutsche Regisseurin Jacqueline Kornmüller, 50, die seit ein paar Jahren in Wien lebt und hier - mit ihrem Mann, dem Schauspieler Peter Wolf - die Theatergruppe Wenn es so weit ist betreibt. Das bisher bekannteste Projekt der beiden war das Bilder-Theater "Ganymed Boarding“, das sie 2010 im Kunsthistorischen Museum inszenierten.

Falter: "Die Reise“ ist ein euphemistischer Titel für ein Stück über Migranten. Warum heißt es nicht "Die Flucht?

Jacqueline Kornmüller: Weil das so negativ besetzt ist. "Die Reise“ ist ein wertfreier Titel, auf einer Reise befinden wir uns letztlich alle. Auf den ersten Blick kann man Menschen, die flüchten, oft ja auch gar nicht von Menschen,


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