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"Am Ende des Tages“, ein Austro-Autothriller

Lexikon | aus FALTER 38/11 vom 21.09.2011

Peter Payers Thriller "Am Ende des Tages“ verheißt Sonnenuntergang wie auch Ausrichtung auf die Bilanz. Beides erlebt ein Jungnationalrat auf Autoreise mit seiner Frau (Simon Schwarz, Anna Unterberger) ins alpine Weekend. Ein Stalker im Opel Kadett, Jugendfreund des Politkarrieristen, beantwortet die Frage "Was willst du?“ am eigenen Leib. Nicholas Ofczarek, der Jedermann, spielt mit feister Wucht im Fummel einer bestimmten Frau, wandelndes Reenactment verdrängter Schuld. Am Ende verliert der Film an Präzision im Ominösen und an politischer Kritik: Was er an Diagnose einer Nachwuchssozi-, Ideo- und Phraseologie der Machbarkeit leistet, wird von Wahrheitstherapeutik in Sachen "kleine Manuela“ übertönt. Dennoch: ein packendes Spiel vom Strebern des erfolgreichen Mannes, den die Herkunft einholt (mit "Duel“, "Cape Fear“ und "Caché“ im Rückspiegel). DR

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