Zwei Kehlmänner auf Grazbesuch

Steiermark | Hermann Götz | aus FALTER 38/11 vom 21.09.2011

Das Schauspielhaus wird zur Saisoneröffnung von Autor Daniel Kehlmann heimgesucht - in zweierlei Gestalt

Er ist der Erfolgsautor jener jüngeren österreichischen Autoren, die vom Fachmagazin Literatur und Kritik im Jahr 2000 als "Die Dreißigjährigen“ vorgestellt wurde. Mehr als zehn Jahre und einen Weltbestseller später provoziert Daniel Kehlmann immer noch mit einem intellektuellen Konservativismus, der sich gegen die "Pseudoavantgarde“ wendet oder, wie in seiner Eröffnungsrede zu den Salzburger Festspielen 2009, die Regietheaterdiskussion exhumiert. Dass diese Haltung gut zum Regiestil der Grazer Schauspielhaus-Intendantin passt, ist dem Falter schon voriges Jahr angesichts Anna Badoras "Hexenjagd“ aufgefallen. Dass es Badora gelingen würde, Graz zum Uraufführungsort für Kehlmanns erstes Theaterstück zu machen, war dennoch nicht zu erwarten. "Geister in Princeton“ weist zweifellos eine gewisse Ähnlichkeit zum Erfolgsroman "Die Vermessung der Welt“ auf. Während im


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