Terminierte Keime, Saatgut als Diebsgut: So denkt die Saatgutindustrie

Extra | Wolfgang Zwander | aus FALTER 38/11 vom 21.09.2011

Der richtige Umgang mit Agrargentechnik ist extrem umstritten. Kritiker wähnen hinter ihr das skrupellose Gewinnstreben raffgieriger Konzerne, die Befürworter schimpfen ihre Gegner Fortschrittsfeinde. Für die einen droht die Vernichtung der Lebensmittelgrundlage der gesamten Menschheit, die anderen versprechen das Ende des Hungers auf der ganzen Welt. Doch was versteht man eigentlich unter dem Begriff Agrargentechnik?

Gene sind jene Teile der Erbsubstanz, die bei Lebewesen für eine bestimmte Eigenschaft stehen. Die Wissenschaft arbeitete in den vergangenen 40 Jahren daran, einzelne Gene in fremde Erbsubstanz einzusetzen, um Lebewesen neue, maßgeschneiderte Eigenschaften zu verleihen. Bei der Agrargentechnik wird dies dazu benutzt, um Designerpflanzen zu entwickeln, die die Natur - aus völlig unbekannten Gründen - nicht hervorgebracht hat.

Auf rund zehn Prozent der Weltackerflächen kommen gentechnisch veränderte Pflanzen zum Einsatz, vor allem in Australien, Nord- und Südamerika


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige