Es wird ein anderer Wein sein

Extra | aus FALTER 38/11 vom 21.09.2011

Biowein - vom obskuren Nischenprodukt zum Standard der besten Winzer

Verkostung: Florian Holzer

Biowein war noch vor zehn Jahren leicht erkennbar: händisch kopiertes Etikett, ins Dunkelgelbe tendierende Farbe, Landwein-Klassifizierung (da die Prüfnummer für den Qualitätswein nie zu erreichen gewesen wäre), zarter Duft angefaulten Obstes und der herb-frische Abgang von Sherry-Essig. Bei Verkostungsseminaren konnte man dann Wettbewerbe veranstalten, wer mehr Weinfehler herausschmeckt.

Heute sieht das anders aus. Biowein muss nicht mehr zu eh interessanten Gelees und Marmeladen verarbeitet werden. Biowein hat kein Jute-Image mehr, Biowein wird nicht mehr nur von esoterischen Agrarkollektiven gekeltert. Die Frage lautet nicht mehr, ob es unter den Biowinzern auch einen Guten gibt, sondern ob irgendeiner der heimischen Topwinzer heute eigentlich nicht biologisch arbeitet. Viele sind das nämlich nicht mehr.

Warum dauerte das und kam dann so plötzlich? Einerseits wegen der rasant zunehmenden


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