Seinesgleichen geschieht

Wien beendet das kleine Glücksspiel - das ist auch ein Erfolg des Falter

Der Kommentar des Chefredakteurs


Armin Thurnher

Falter & Meinung | aus FALTER 38/11 vom 21.09.2011

Wie die Welt aussähe, bekämen wir vom Falter immer unseren politischen Willen, möchten wir uns gar nicht erst vorstellen. So oft kommt es ja nicht vor. Geschieht es doch einmal, muss der Anlass entsprechend gewürdigt werden. Wien wird das kleine Glücksspiel ab 2015 nicht mehr zulassen. Die Grünen und jene Teile der Roten, die auf dem Parteitag für ein Verbot des kleinen Glücksspiels votierten, haben sich durchgesetzt.

Vorläufig, denn es wird weiterhin Glücksspielautomaten in Wien geben, allerdings keine in Landeskompetenz, nur noch solche in Bundeskompetenz. 3125 Geräte in 500 Lokalitäten verschwinden, an ihrer Stelle kommen sogenannte Video-Lotterie-Terminals, welche jene Casinos aufstellen dürfen, die eine der drei demnächst zu vergebenden Konzessionen erhalten. Die Sache ist also längst nicht ausgestanden; die Automaten können zurückkehren, ohne dass die Länder Kontrolle haben oder Steuer kassieren. Das Kapitel Glücksspiel im Internet ist von den Wiener Beschlüssen

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