Wertungsexzess

Dolm der Woche: Maria Fekter

Politik | aus FALTER 38/11 vom 21.09.2011

Die VP-Finanzministerin vergleicht die Kritik an den Banken mit der Judenverfolgung

Was genau VP-Finanzministerin Maria Fekter uns sagen wollte, als sie den "enormen Feindbilderaufbau“ in Europa "gegen die Banken und die Reichen“ mit der "verbrämten“ Judenverfolgung verglich, darüber könnten Sprachwissenschaftler wohl lange diskutieren.

Offensichtlich ist, dass es Fekter schwerfällt, sich an eine der wichtigsten Politikerregeln zu halten: zuerst nachdenken, dann reden. Vor allem, wenn man sich auf EU-Parkett bewegt. Inspiriert von den Debatten unter ihren Finanzministerkollegen plapperte sie schon öfter einfach darauf los: Einmal kam skurriles, aber harmloses Bad-English heraus ("shortly“); diesmal unfreiwillig Dummes mit antisemitischem Zungenschlag. Auf Youtube mag sie es damit zu Kultstatus bringen, in der Politik hat so etwas aber nichts verloren.


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