Wir sind Porno!

Medien | Kritik: Ingrid Brodnig, Katharina Mittelstaedt | aus FALTER 38/11 vom 21.09.2011

Wenn Sie diesen Artikel lesen, wird Ihr Sexleben perfekt! Wie die Medien einen lockeren Umgang mit Sex vorgaukeln und für Frust und Verwirrung sorgen

Aufreizend geschminkt und in sexy Unterwäsche sitzt die junge Frau am Frühstückstisch. Hinter ihr ein durchtrainierter Mann in engen Shorts. Er hält eine Milchflasche in der Hand, sie öffnet ein Joghurtglas. Blickfang ist die Banane, die das Model im Mund hat. Die Lider der Frau sind gesenkt, zwischen ihren roten Lippen ragt die gekrümmte Frucht hervor. So wirbt Unterwäschehersteller Skiny derzeit in heimischen Printmedien.

Zu diesem Sujet gab es schon Beschwerde beim Werberat, dem Selbstkontrollorgan der heimischen Werbebranche. Es handle sich um "pornografische Werbung“, kritisierte ein Konsument. Der Werberat sieht das lockerer, der "Produktzusammenhang“ sei gegeben, es gebe "keinen Grund zum Einschreiten“.

Wir schreiben das Jahr 2011, gut 40 Jahre nach der sexuellen Revolution, der Revolte der 1968er-Generation. So viele Nackerte,


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige