Technik

HP Veer, ein Handy für Fingerakrobaten

Dinge, die uns brauchen

Medien | Prüfbericht: Thomas Vasek | aus FALTER 38/11 vom 21.09.2011

Es ist Schnäppchenzeit. Erst hat Nintendo den Preis für seine 3DS-Spielkonsole um 100 Euro gesenkt, um den schleppenden Verkauf anzukurbeln. Jetzt haut HP sein Touchpad für 100 Euro raus - und das schnuckelige Handy HP Veer wird jetzt schon für 60 Euro verramscht. Bei solchen Preisen schaut man als Käufer natürlich nicht mehr so genau hin.

Beim HP Veer sollte man das allerdings tun. Und zwar in jeder Hinsicht. Erstens könnte es sonst passieren, dass man das Handy gar nicht sieht: Es misst nämlich nur 54 mal 84 Millimeter, das ist in etwa Streichholzschachtelformat. Zweitens könnte man den Fehler begehen, das schnuckelige Schnäppchen unbesehen zu erwerben.

Das HP Veer hat ein kleines Problem: Es ist einfach zu winzig. Ein 2,3-Zoll-Touchscreen ist ein Witz, erst recht für ein internetfähiges Smartphone. Erstaunlicherweise hat man dem Handy-Zwerg auch noch eine aufschiebbare Tastatur spendiert, die eigentlich nur mit Kinderfingern gut bedient werden kann.

Trotzdem gibt es ein paar Gründe für das Veer. Erstens sieht das Teil süß aus. Zweitens die einfach zu bedienende 5-Megapixel-Kamera. Drittens das geniale WebOs-Betriebssystem, dessen Zukunft im Moment allerdings ungewiss ist. Der vierte Grund ist der Preis. Ein solches Schnäppchen kann unwiderstehlich sein. Aber schauen Sie wenigstens genau hin!

Thomas Vasek ist Journalist und Buchautor in München


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