Die Achse des Bösen

Feuilleton | Filmblutbild: Joachim Schätz | aus FALTER 38/11 vom 21.09.2011

Ein Filmfestival bringt die Blut- und Beuschelfans des US-Kinos nach Wien

Die Erfindung des Blut- und-Beuschel-Kinos war, vor allem, eine Geschäftsidee: Mit Billigfilmen über Aktmodelle und Nudistencamps hatten Herschell Gordon Lewis und Produzentenpartner David F. Friedman Anfang der 60er eine Nische im US-Kino gefunden. Als die Konkurrenz nachzog, verlegten sich die beiden gelernten Werbefachmänner auf andere Reize: "Blood Feast“ (1963), heruntergerissen in viereinhalb Tagen in Miami, malt eine Serie von kultischen Frauenmorden mit ketchuprotem Blut und labbrigen Eingeweiden aus.

Im Filmporträt "Herschell Gordon Lewis: The Godfather of Gore“ (2010) erinnern sich Lewis und der inzwischen verstorbene Friedman an diese und folgende Pioniertaten des Körperhorrors. Ihr Personal rekrutierten sie aus dem Playboy wie aus Industrie- und Lehrfilmen: Stammdarsteller Bill Kerwin wurde der Legende nach in einem Hauswirtschaftsfilm namens "Carving Magic“ entdeckt.

Wie er dort im Close-up mit


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