Everyone’s a Winner

Feuilleton | Analyse: Sebastian Fasthuber | aus FALTER 38/11 vom 21.09.2011

Bald werden wieder die wichtigsten Literaturpreise vergeben. Was bringen sie überhaupt?

Herbstzeit ist Preiszeit. Gerade wurde die Shortlist mit den sechs Kandidatinnen und Kandidaten für den mit 25.000 Euro dotierten Deutschen Buchpreis 2011 bekannt gegeben. Marlene Streeruwitz steht mit ihrem Roman "Die Schmerzmacherin.“ drauf. Doris Knecht ("Gruber geht“) und Ludwig Laher ("Verfahren“), die auf der Longlist waren, haben es nicht in die engere Auswahl geschafft. Sieger sind auch sie: Die Presseerwähnungen aufgrund der Nominierung sind unbezahlbare Werbung.

Die Bekanntgabe des Buchpreis-Gewinners erfolgt am 10. Oktober zur Eröffnung der Frankfurter Buchmesse. Seit 2005 gibt es den Preis in dieser Form. Das Ziel, die deutschsprachige Literatur damit international zu pushen, wurde noch nicht erreicht, zumindest im deutschsprachigen Raum hat sich der Buchpreis aber schnell etabliert.

Eine Woche nach dem Deutschen Buchpreis wird sein berühmteres britisches Gegenstück, der Booker Prize


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