Urbanes Betragen

Benimmfibel für Großstadtmenschen (33)

Stadtleben | aus FALTER 38/11 vom 21.09.2011

Herr M. fragt, ob er in den Öffentlichen bei seinem Sitz- oder Stehnachbarn über die Schulter mitlesen darf.

Ein ganz klares Nein! Weil: Verletzung der Intimsphäre. Die ist im Öffi-Gedränge ohnehin schon schwerst beschädigt. Trotzdem: Die E-Post Fremder geht schlichtweg niemanden etwas an. Wenn Sie Bücher mitlesen, werden Sie - außer, Sie fahren mit der Transsibirischen Eisenbahn - innerhalb weniger Stationen ohnehin nicht verstehen, worum sich die Story dreht. Und was Boulevardzeitungen betrifft: Die Fetzen liegen überall gratis herum. Nehmen Sie sich also gefälligst selbst einen! Oder, noch viel besser: Kaufen Sie sich endlich ein Buch!

Noch Fragen? stadtleben@falter.at


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